Freitag, 16. September 2016

Das Emisch-Haus

Als Erstes wieder der Hinweis auf unsere Treffen, Dienstag, den 20.September wie immer am Bahnhof Lichterfelde-West um 15 Uhr, Donnerstag den 22.September bin ich in Hamburg und werde es wohl nicht bis 18 Uhr schaffen zu kommen, fällt daher aus.
Letzten Donnerstag haben wir den vermutlich letzten Sommer/Sonnentag genossen und das Abendlicht auf den Häusern Curtius/Baselerstraße in Aquarell und Öl eingefangen. Hier seht Ihr meine Ölskizze, das Gröbste habe ich von 17-18 Uhr fertiggestellt, wichtig war mir das Sonnenlicht und der Schattenwurf auf dem Emisch-Haus. Wenn es trocken ist, arbeite ich diesen Effekt vielleicht noch stärker heraus, mal sehen.
Der Vorteil an deckenden Maltechniken ist, man kann länger korrigieren. Bei Aquarell muss man besser planen und vorzeichnen, oder man geht sehr frei und schnell an das Motiv heran, dazu braucht es Mut und Erfahrung.
Gouachefarben sind eine gute Alternative, sie decken gut und sind wasserlöslich. Allerdings sollte man eine gute Qualität wählen, keine Studienfarben oder die billigen Schulfarbkästen, dann ist die Enttäuschung vorprogrammiert.
Guckt mal zu Gouachetechniken bei James Gurney , der hat sehr schöne Demos auf seiner Seite dazu.

Freitag, 9. September 2016

Am Wannsee


Ehe ich es vergesse: Treffen am Dienstag, den 13.09.16 in der Gartenakademie in der Altensteinstr.15 um 15 Uhr.
Ein schöner Abend am Wannsee, tja, aber was malt man denn nun? Erstmal in Ruhe umsehen und auf sich wirken lassen. Was interessiert mich, was ist machbar in den zwei Stunden, bis die Sonne untergeht. Für die zu erwartende orange Abendstimmung war es noch zu früh, die Weide am Ufer mit dahinterliegendem Wasser, Spiegelungen und Reflexen sollte es sein. Ein paar kleine Daumenskizzen um die Komposition zu klären sparen letztendlich Zeit. Erst dachte ich an ein Hochformat und habe mich sehr auf den Hintergrund konzentriert. Da ich aber die hellen Negativflächen des Wassers hinter dem Laub spannend fand, habe ich mich für das Querformat entschieden und den Hintergrund einfach gehalten.
Für die Darstellung der Weide habe ich versucht die helle Wasserfläche in ausgewogenen Negativflächen zu nutzen. An Details wie Blättern war ich nicht interessiert, es ging mir darum, die Fläche kompositorisch interessant zu gestalten mit einfachen breiten Pinselstrichen und Abwechslung in die Gestaltung der Umrisse zu bringen, einige Bereiche sollten scharfe, einige weiche Kanten haben.
Das Wasser spiegelt den Abendhimmel.
Öl auf Leinwand, 18 x 24 cm
Während des Malens sind mir natürlich noch andere Sachen aufgefallen, habe jedoch versucht bei meiner ursprünglichen Idee zu bleiben. Wenn eine von den kleineren Skizzen nach einigen Tagen immer noch gefällt, kann man die dann in ein größeres Format übertragen.
Hier noch einmal die früheren Bilder von dieser Stelle aus:


Montag, 5. September 2016

Pintar Rapido Amsterdam

Wieder mal Glück gehabt, ich mußte mir keinen Gedanken darüber machen, wie ich das Bild nach Hause bekomme. Und die Reisekosten habe ich auch herausbekommen.
Der Jury hat die Auslassung gefallen, die weiße Fläche des Wassers und des Himmels überläßt es der Phantasie des Betrachters, sie auszufüllen. Ich fand auch 
den Verlauf von links nach rechts von alt zu modern interessant.
Damit mein Beitrag auch in der Masse nicht untergeht, habe ich mich für ein großes Format entschieden, damit habe ich auch das Problem der Einrahmung umgangen. 
Das Papier und die Tusche habe ich in Amsterdam gekauft, Pappen als Unterlage aus dem Supermarkt aus Obstkisten verwendet.
Auf dem Nemogebäude gab es ideale Bedingungen, nur der Wind war ziemlich heftig. Das Nemo ist ein Technik-Museum in Schiffsform mit Cafè und Terrasse. Man hat eine großartige Aussicht auf Amsterdam. Nach einer Skizze, auf der ich mir die Komposition überlegt habe, habe ich mit der linken Seite angefangen, zarte Vorzeichnung mit Bleistift, dann schwarze Tusche, wasserfest, dann aquarelliert. Da ich die Blätter im Format 50 x 70 cm draußen wegen des Windes nicht nebeneinander legen konnte, ist der Anschluß nicht ganz gelungen, konnte ich aber im Cafe noch korrigieren.
Ein nettes Ehepaar aus England hat es gekauft und die Auszeichnung war für das beste Kanalbild, gesponsort von der Canal Companydie die Grachtenfahrten anbietet.
Wer selber mal mit Rohrfeder zeichnen möchte, ich habe ein paar davon im Schrank im Bahnhof. Dienstag treffen wir uns am Bahnhof Lichterfelde, Donnerstag könnten wir ein letztes Mal am Wannsee an der Anlegestelle malen und danach vielleicht noch ins Loretta gehen, wenn das Wetter so gut wird wie versprochen.
Hier sind noch ein paar Skizzen aus Amsterdam von 2014:


Montag, 29. August 2016

Neustart

So, nun geht es endlich weiter, ich habe ja länger nichts geschrieben. Da ja manche Leser nicht bis zum Schluß kommen, hier noch der Hinweis zu Donnerstag, muß leider noch einmal ausfallen, also diese Woche nur Dienstag am Bahnhof Lichterfelde-West um 15 Uhr.
Anhand meiner folgenden Beispiele werde ich auf einige Schwierigkeiten beim Zeichnen und Malen eingehen.
Ein einfaches, ansprechendes Motiv. Einfach, weil es eine einzeln stehende weiße Gipsbüste mit eindeutiger Beleuchtung von oben ist. Mit einem weichen Graphitstift habe ich die die Umrisse festgelegt,dann durch Schraffuren die Tonwerte angelegt. Großzügig ausgelegt handelt es sich um 2 Tonwerte, Schwarz und Weiß. Auch die eindeutigen Schattenformen habe ich mit einer Linie umrissen. Die ganz subtilen Schatten an der Nase und Augenbrauen habe ich durch Blinzeln ausgeblendet einstweilen. Die dunklen Bereiche habe ich dann großzügig schraffiert, so wie es am Hintergrund zu sehen ist. Die besonders dunklen Bereiche nachgearbeitet. Später kann man noch die Tonwerte in den Schattebereichen differenzieren. Dann fallen einem auch die Reflexionen am Hals auf, durch die Kinnunterseite wird das Licht auf den Hals zurückgeworfen, wodurch er leicht heller erscheint. Diese Unterschiede darf man aber nicht zu groß darstellen, erstmal liegt alles im Schatten. Ca 15 Minuten habe ich dafür gebraucht. Wenn ihr es selbst mal versuchen wollt: 
Hier geht es zur aktuellen Ausstellung im Georg-Kolbe-Museum, Rodin und die Tänzerin Hanako.



Hier eine 3-Tonwertstudie, Rohrfeder, Pinsel und Tusche. Drei Versuche waren nötig, eine ansprechende Komposition und die Räumlichkeit durch die Tonwertabstufungen hinzubekommen. Da man im Gegensatz zu den deckenden Farben wie Gouache, Acryl oder Öl nicht darüberkorrigieren kann, muß man eben mehrere Versuche durchführen.
Bevor man anfängt sollte man sich einen Plan zurechtlegen, was man darstellen will, sonst verzettelt man sich. Wenn ich mir die "Tonwertbrille" aufsetze, blende ich die Farben aus. Wenn man die richtigen Tonwerte trifft, kann man kaum noch etwas falsch machen. Oft sind die Kontraste nicht stark genug, dadurch wirkt das Bild flau und kraftlos. Meistens liegt es daran und nicht an "falschen" Farben.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Neustart im August

Im August geht es weiter mit dem Unterricht, Dienstags wie immer am Bahnhof, Donnerstags nach kurzfristiger Absprache, wetterbedingt.
Hier noch eine kleine Nachlese aus London, Wochenendtrip mit Malwettbewerb Pintar Rapido. Im September gibt es noch ein Pintar Rapido in Amsterdam.
Der Tower vom Tower Hill Garten
Yeoman Warder

Vor dem White Tower, dessen Türme man auch von außen sieht.
Whitehall
Die Ölbilder sind mit wasservermalbaren Ölfarben Cobra entstanden. Auf Reisen mit Flugzeug ist es praktischer.

Die alte Rathaushalle in Chelsea
Meine Chelsea Werft in der Mitte, 60 x 70 cm
Dieselbe Werft aber vom gleichen, nördlichen Ufer aus.
Mein Londoner Lieblingsmotive
Soho Square Gardens, gleich um die Ecke im Sohostel habe ich gewohnt.

Dienstag, 5. Juli 2016

Pferde zeichnen

Letzten Donnerstag auf der Domäne Dahlem hatten wir als Hauptmotiv Pferde, aber bewegliche Objekte sind nicht Jedermanns Sache. Hier sind meine Ergebnisse:
Öl auf Leinwand, kann ich beim nächsten Mal fertig machen, ein großer Vorteil von deckenden Farben. Acryl oder Gouache gehören auch dazu.

Werner hat den Futterwagen gezeichnet, dabei hat sich das Pony schon hoffnungsvoll in Positur geworfen :)
Viele! Skizzen sind nötig, da kann man nicht so schnell gute Ergebnisse erzielen. Wie auch beim Menschen kann man den Kopf als Maßeinheit benutzen, hier habe ich schon etwas darüber geschrieben. Auch das Studium des Skelettes hilft weiter, hier und hier sind Bilder dazu. Am 7.7.16 treffen wir uns wieder auf der Domäne, es sei denn, es regnet sehr.

Montag, 27. Juni 2016

Theorie und Praxis

Bilder vom Donnerstag am Wannsee, wer nicht da war, hatte selber Schuld. Es war zwar schwül und heiß wie im letzten Jahr, es gab aber wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang und der Wind machte die Hitze erträglich. Es ist ja immer was, zu warm oder zu kalt, es regnet, zu viele Leute usw. Augen auf und durch. Malen oder zeichnen, auch wenns nicht gelingt, gelernt hat man immer etwas.
 Öl auf Leinwand, 24 x 30 cm, nach 20 Uhr begonnen, die Lichtverhältnisse haben sich umgekehrt, dunkles Boot vor hellem Hintergrund, im Gegensatz zur Skizze, siehe unten.
 Aus dem Skizzenbuch: oben noch mal die berühmte rote Bank in Lichterfelde, eine Demozeichnung bei der ich mit dem Mülleimer angefangen und als Maßstab für die übrige Zeichnung genommen habe. Damit bekomme ich Raumtiefe. In diesem Fall ist es nicht wichtig wieviel ich dann vom Drumherum aufs Papier bekomme, aber die Proportionen stimmen. Die untere Skizze zur Einstimmung vor dem Unterricht, da stand die Sonne noch ziemlich hoch und das Schiff hob sich weiß vom Hintergrund ab.
Demoskizzen am Wannsee zur Bildaufteilung. Um noch einmal auf den Posttitel zurückzukommen, seid mutig und rechnet damit zu scheitern, nur daraus lernt man. Alle Theorie nützt nichts ohne es auszuprobieren. Nicht gleich aufgeben, wenn es nicht gelingt, hat man wenigstens ein paar schöne Stunden draußen verbracht. Man kann nicht alles darstellen, versucht mit Hilfe der kleinen Skizzen herauszufinden was Euch an der Szenerie besonders gut gefällt und konzentriert Euch darauf. Deshalb kann man auch an einem Ort lange malen oder zeichnen, man entdeckt immer wieder neue Möglichkeiten.
Am Donnerstag treffen wir uns auf der Domäne Dahlem bei den Pferden von 18-20 Uhr, ich werde schon ab 17 Uhr ca. da sein, wer also möchte, kann auch früher kommen.